Über den Naturpark Rhein-Taunus

Was verbirgt sich eigentlich hinter dem Begriff Naturpark Rhein-Taunus?

Naturparke sind zunächst einmal großräumige, einheitlich zu entwickelnde und zu pflegende Gebiete, die überwiegend Landschaftsschutzgebiete oder Naturschutzgebiete sind, sich wegen ihrer landschaftlichen Voraussetzungen für die Erholung besonders eignen und nach den Grundsätzen und Zielen der Raumordnung und Landesplanung für die Erholung oder den Fremdenverkehr vorgesehen sind.

Naturpark Rhein-TaunusIn diesem Sinn umfasst der Naturpark Rhein-Taunus im wesentlichen die Naturlandschaften der Landeshauptstadt Wiesbaden und des Rheingau-Taunus-Kreises. Und da sich diese zwischen Rhein und Taunus befinden, wurde 1968 die Bezeichnung Rhein-Taunus gewählt.

Betreut wird der Naturpark vom gleichnamigen kommunalen Zweckverband in Idstein.

Einsatz am Grauen Stein

Wer von Wiesbaden kommend auf dem Rheinsteig wandert, gelangt kurz vor Georgenborn an den Grauen Stein – eine mächtige FLudwig Schwenckelsformation. Als Schutz vor Wetterumschwüngen wurde hier die älteste erhaltene Schutzhütte Wiesbadens vom Rhein-Taunus-Klub errichtet. In Anerkennung seiner Verdienste wurde die Blockhütte nach dem früheren Vorsitzenden Ludwig-Schwenck-Hütte benannt.

Damit unsere Schutzhütten auch in Zukunft ihre wichtige Funktion erfüllen können, müssen sie regelmäßig gereinigt, gestrichen und bei Bedarf repariert werden. Am 8. März steht der Frühjahrsputz der Hütte am Grauen Stein auf dem Plan. Helfer sind stets willkommen.

Auskünfte über die Geschäftsstelle des Rhein-Taunus-Klub.

Der Teufelskadrich

Wer auf dem Rheinhöhenweg wandert, gelangt in der Nähe von Aulhausen im Rheingau zum Teufelskadrich – mit 416 Metern Höhe die erste markante Erhebung des Taunushauptkamms über dem Mittelrhein. Als Schutz vor Wetterumschwüngen wurde hier 1929 Robert Webereine Aussichts- und Schutzhütte vom Rhein-Taunus-Klub errichtet.

Im Gedenken an den ein Jahr zuvor im Hochgebirge tödlich verunglückten Wegewart wurde sie Robert-Weber-Hütte benannt.

Damit unsere Schutzhütten auch in Zukunft ihre wichtige Funktion erfüllen können, müssen sie regelmäßig gereinigt, gestrichen und bei Bedarf repariert werden. Helfer sind stets willkommen.

Auskünfte über die Geschäftsstelle des Rhein-Taunus-Klub.

Der E3

Getragen von der Idee der Völkerverständigung hat die Europäische Wandervereinigung mittlerweile 12 Europäische Fernwanderwege – oder kurz: E-Wege – konzipiert und mit Hilfe der regionalen Wandervereine umgesetzt. Sie verlaufen auf örtlichen Wegen, wE3eshalb die Zusatzmarkierung als E-Weg oft nur in größeren Abständen erfolgt.

Gewissermaßen vor unserer Haustür trifft der Wanderer auf den 6.950 km langen E3 von Santiago de Compostella in Spanien nach Nesebâr in Bulgarien. Im Gebiet des Naturpark Rhein-Taunus nutzt er die Trasse des mit einem schwarzen T gekennzeichneten Taunushöhenweg. Das zusätzliche blaue Andreaskreuz signalisierte bislang den E3. Unter Wegemarkierern wird der Weg deshalb gerne TX-Weg genannt. Zukünftig wird auch das neue Wegzeichen (siehe Foto) anzutreffen sein.