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Wegearbeit in Theorie und Praxis

MarkierungswanderungNun ja – das Wetter war eigentlich nicht gemacht für eine Markierungswanderung. Dennoch haben sich heute 11 Wanderfreunde auf der Eisernen Hand bei Wiesbaden eingefunden, um die Regeln und Techniken der Wegearbeit kennenzulernen. Besonders gefreut haben wir uns über den Besuch des Landeswegewartes Carl-Michael Sauer vom Wanderverband Hessen. Er konnte über die neuesten Entwicklungen im Land berichten und verfolgt aufmerksam die Diskussion über die Zukunft der Freizeitwege im Naturpark Rhein-Taunus.

E3Im Bereich Eiserne Hand treffen mehrere Wanderwege aufeinander, u.a. Rheinhöhenweg, Taunushöhenweg (E3), rotes Dreieck und roter Punkt. Bei dieser Übung wurde auch erstmals das neue Zeichen des Europäischen Fernwanderwegs E3 angebracht. Dieses wird nach und nach im gesamten Vereinsgebiet eingeführt.

Natursport planen

In den nächsten Wochen finden die ersten Schulungen statt, um Voraussetzungen und Nutzungsmöglichkeiten des NatursportPlaner kennenzulernen. Gemeint ist das vom Deutschen NatursportPlanerWanderverband entwickelte Internetprogramm, mit dessen Hilfe Freizeitwege und alles, was damit zusammenhängt dokumentiert werden kann. Grundlage ist die Digitale Wegeverwaltung, die nunmehr auch Planungsinstrumente umfasst, um die verschiedensten Nutzergruppen – Wanderer, Radfahrer, Reiter usw. – unter einen Hut zu bringen oder Ausweichmöglichkeiten zu finden (Integratives Wegemanagement). In den Modellregionen Altmühltal und Kellerwald-Edersee werden bereits Erfahrungen gesammelt, von denen andere Naturparke profitieren können.

Der Rhein-Taunus-Klub erwägt das System einzuführen und so wird die Wegearbeit in den kommenden Monaten auch verstärkt am Schreibtisch stattfinden. Aber gerade beim Einsatz von Wegepaten verspricht der NatursportPlaner, das gesammelte Wissen über Wanderwege „für die Nachwelt“ zu erhalten. Wer eine Patenschaft übernimmt soll sich in Zukunft nicht mehr alles mühsam selbst erarbeiten müssen.

Neben den Bearbeitern sind auch sogenannte Hinweisgeber vorgesehen, die zwar keine Änderungen vornehmen, aber – wie der Name sagt – Hinweise hinterlegen können über Störungen auf den Wegen, fehlende Wegzeichen oder andere Auffälligkeiten.

Also dann „frisch auf!“ wie der Ruf der Wandervereine heißt.